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once upon a time myth and fairy tails that a disapring german Version

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Chapter 1 - Kapitel 1 die welt verändert sich

Es war einmal ein ganz normaler Tag im Jahre 2025.

Wobei „normal" für euch vermutlich etwas anderes bedeutet. Wenn ich von normal rede, meine ich normal in dieser Welt – einer Welt der Märchen. Doch auch diese Magie ist nicht mehr so stark wie in den Märchen, die ihr kennt.

Magische Wesen sind normal geworden, weitergegebene Magie wird schwächer, und auch Artefakte wie die Wunderlampe oder der selbstdeckende Tisch sind inzwischen fast nichts mehr als normale Objekte. Andere magische Gegenstände sind nur noch sehr schwache Versionen dessen, was sie einmal waren.

Doch man hat gelernt, damit zu leben. Normale Menschen leben mit Beastmen und Magier und Hexen (wenn man sie denn noch so nennen kann) zusammen.

Also wird es Zeit für ein neues Märchen 

Ben Light liegt seit einer Stunde in seinem Bett. Es ist 7 Uhr. Er hätte schon vor einer Stunde aufstehen sollen, aber warum? Wieso sollte er sich die Mühe machen?

Knock knock knock.

Es klopft an der Tür. Sofort weiß er, wer es ist. Die Art, die Stärke – alles trifft auf seinen besten und auch einzigen Freund zu: Henri, den Nachfahren von Belle und Adam, besser bekannt für Menschen aus eurer Welt als das Biest.

Ben und Henri könnten nicht unterschiedlicher sein. Ben ist schwächlich und mager, Henri ist stark und muskulös. Ben ist arm, Henri ist reich – steinreich. Und doch mögen sie sich.

Ben steht auf, zieht sich etwas an, setzt sein bestgeprobtes Lächeln auf, öffnet die Tür und sagt:

„Hi, Henri. Tut mir leid, ich bin gerade erst aufgewacht."

Henri kichert.

„Keine Sorge, ich bin es gewohnt. Deswegen bin ich ja hier. Komm schnell, ins Auto – die Schule fängt gleich an. Ich habe Essen für dich im Auto."

Ben grinst, dieses Mal ehrlich. Sie gehen schnell zum Auto, und Henris persönlicher Butler Lovran fährt sie zur Schule.

Ben beginnt zu essen. Er schaut, was Henri ihm gebracht hat, und lacht. Er ist wahrlich ein toller Freund. Ben beginnt, sein Lieblingsessen zu essen, und Henri hat die großartige Idee, Smalltalk zu machen:

„So langsam glaube ich, ich sollte dir zum nächsten Geburtstag einen Wecker schenken. Das sind jetzt fast schon sechs Monate, in denen du jeden Schultag verschläfst."

Ben pausiert beim Essen, denkt nach und antwortet dann:

„Da solltest du eher versuchen, deinen Dad zu überzeugen, mir endlich das Geld zu geben, um mich aus dem Ghetto rauszuholen. Fünf-Euro-Nudeln zum Abendessen werden langsam eintönig."

Henri schaut auf den Boden.

„Du hast recht. Aber du weißt, dass mein Dad dich nicht mag. Er hält mein Geld knapp: 120 € die Woche. 60 € gehen schon dafür drauf, dass Lovran mich zu dir fährt, ohne dass mein Vater davon erfährt. Und dann noch 50 € für das Essen für dich und mich."

Ben wird traurig. Er wollte es niemals so klingen lassen, als würde er seinen Freund nicht wertschätzen.

„Hey, komm runter. Ich habe es nicht so gemeint. Was du für mich machst, ist schon mehr als genug."

Ben wirft Henri ein Lächeln zu und isst weiter. Währenddessen schaut Henri aus dem Fenster und muss lachen. Schon wieder so ein Idiot, der behauptet, dass magische Kreaturen über Menschen herrschen sollten – ein Anblick, den er immer wieder witzig findet.

Ben schaut auf und fragt:

„Was hast du jetzt gesehen, das so witzig ist?"

Henri antwortet schnell:

„Du weißt schon – wieder so ein Idiot, der von der totalen Herrschaft der normalen Menschen redet."

Ben setzt ein Lächeln auf, doch er findet es nicht witzig doch als ob die schicksals Götter es so wollen würden geht die ampel auf rot. Wie können Menschen so selbstüberzeugt sein? Und er ist nicht der Einzige.

1 %, um genau zu sein – zumindest die Partei, die diese Meinung vertritt: die sogenannte ben wird aus seinem Gedanken gerissen von den partei sprcher der mit Mikrophon seine Nachricht verkündet: "Wir sind die einzige ware Konsenstanz wir Menschen werden nur stärker mit der zeit doch diese magischen Wesen werden irgendeinmal erbärmlich schwach sein wir sind die

M.E.N.S.C.H.-Partei.

Menschen

der Erste

Nationale

Souveränitäts-

Control-

Hierarchie

wir sind die Zukunft…" das auto startet wieder und ben kann nicht mehr weiter hören und ist winder in gedanken 

Für Ben ist selbst ein Prozent schon zu viel. Auch wenn es ihm eigentlich egal sein sollte – Ben könnte einfach gehen, oder besser leben. Doch Henri nicht.

Aus Henris Perspektive ist es anders. Er sieht es als so erbärmlich an. Die Fahrt ging weiter.

Ben sagte nichts mehr.

Und irgendwo tief in ihm wusste er, dass dies kein gewöhnlicher Schultag werden würde.

Doch es geschah nichts.

Nicht an diesem Abend.

Nicht auf dem Heimweg.

Nicht einmal in der Nacht.

Es war einfach nur ein weiterer Tag ohne besondere Vorkommnisse. Als Ben später im Bett lag und an die Decke starrte, fragte er sich, wann das Leben endlich spannend werden würde.

Er spielte an seinem Handy. Es war ein altes Modell, zerkratzt und langsam, doch es war das Beste, was er sich leisten konnte.

Gerade als er einschlafen wollte—

RUMS.

Das Bett brach zusammen.

Ben lag halb auf der Matratze, halb auf dem Boden. Genervt stand er auf. Doch als er das Bettbein betrachtete, stockte ihm der Atem.

Es war nicht abgebrochen.

Es war weg.

Kein Holz. Keine Splitter.

Nichts.

Auch der Rest des Bettes war verschwunden.

Ben dachte nach.

Zu groß für einen Wichtel.

Zu groß für einen Kobold.

Diese Wesen konnten nur Dinge mit geringer Größe verschwinden lassen.

Er kam zu keinem Ergebnis und rief schließlich Henri an.

Henri ging sofort ran.

„Hey, erstens sorry, dass ich dich störe", sagte Ben. „Zweitens: Weißt du, welches Wesen ein ganzes Bett verschwinden lassen kann?"

Henri überlegte.

„Ich habe Geschichten gehört, dass Kobolde vor fünfhundert Jahren so etwas konnten. Aber heute?"

Dann fragte er:

„Warum? Ist dir etwas passiert?"

„Ja", antwortete Ben. „Mein Bett ist einfach weg."

Beide schwiegen.

Dann sagte Henri:

„Ist dein Bett vielleicht aus magischem Holz?"

Ben blinzelte.

„Gute Frage."

Er suchte nach der Marke. Hermes Woods.

„Hier steht, es ist ein Familienunternehmen", las Ben.

„Sie stehen für Qualität für alle."

Er scrollte weiter.

„Der berühmteste aus der Familie war Benedikt", las er weiter.

„Ein Holzfäller. Ein Farbenwesen. Ihm wird die Sage vom ehrlichen Holzfäller zugeschrieben."

Plötzlich begann der Text sich aufzulösen.

„Henri", sagte Ben aufgeregt. „Der Text ist weg."

Henri wurde sofort ernst.

„Ich werde meinem Vater davon erzählen. Wenn es sich um ein Märchen handelt, wird er interessiert sein."

Sie verabschiedeten sich.

Während Ben versuchte zu schlafen, rannte Henri durch das Schloss und stürmte in das Zimmer seines Vaters.

„PAPA! Etwas Verrücktes ist passiert!"

Der Vater grummelte.

„Was ist so wichtig, dass du mich weckst?"

Henri erzählte alles.

Der Vater stand langsam auf.

„Das ist ungut", murmelte er.

„Ich werde mich morgen mit anderen Märchenwesen beraten. Wir müssen herausfinden, warum das geschieht."

Henri war fürs Erste zufrieden und ging schlafen.

Der Vater jedoch blieb noch einen Moment wach.

Ist die Lage wirklich so schlimm ein märchen das vergessen wird wir Märchen wesen sind fast nicht mehr als normale Menschen weil die Menschen uns für normal halten wen sie die Geschichte vergessen verschwinden wir 

Am nächsten Tag hatte Henris Vater alle bedeutenden magischen Wesen eingeladen.

Nun saßen sie gemeinsam im großen Saal: Henri. Sein Vater Heinrich. Paul, der letzte Sohn der Blutlinie von Gretel. Marie, die letzte Tochter Hänsel. Und vielleicht der wichtigste von allen: Franz, der letzte Nachfahre des ehrlichen Holzfällers Benedikt.

Franz stand in der Mitte des Raumes und tobte.

Währenddessen machte Henri heimlich eine Tonaufnahme, die er später an Ben weiterleiten würde.

„WIE KANN DAS SEIN?!", schrie Franz. „Meine Familie hat jahrhundertelang Möbel für alle gefertigt – arm und reich, Mensch und Märchenwesen! Wie können diese erbärmlichen Menschen uns vergessen?!"

Henri presste die Lippen zusammen. Er hasste es, wenn magische Wesen so über Menschen sprachen.

Plötzlich schlug Franz mit der Hand auf den Tisch und zog seinen Handschuh aus.

Der Raum erstarrte.

Seine Hand war durchsichtig.

„Ich beginne mich aufzulösen", sagte Franz. Seine Stimme war noch wütend – aber deutlich schwächer. Schnell zog er den Handschuh wieder an.

Heinrich trat vor. „Geehrter Franz, auch wenn ich deinen Zorn verstehe, müssen wir ruhig bleiben. Menschen vergessen—"

„So ein Unsinn!", unterbrach Henri ihn. „Menschen vergessen uns nicht. Es muss etwas anderes sein."

„Was erlaubst du dir?!", fuhr Heinrich ihn an.

Marie meldete sich zu Wort. „Heinrich… ich glaube, dein Sohn könnte recht haben."

Franz blickte auf. „Du denkst, es gibt einen anderen Weg?"

Paul nickte. „Mein Großvater erzählte mir eine Geschichte. Sein eigener Großvater wäre beinahe ausgelöscht worden, weil jemand in sein Märchen gereist ist und ihn getötet hat. Doch er und zehn andere reisten hinein und retteten ihn."

Franz' Gesicht hellte sich auf. „Also sind die Menschen vielleicht doch unschuldig?" Er lachte erleichtert. „Ich wusste, ich kann an sie glauben."

Henri dachte nur: Wow. Stimmungsschwankungen.

Heinrich knurrte. „Gut. Ein Versuch ist es wert. Ich werde den Antrag auf Nutzung des Fabula Mediocris Iter Labe stellen."

Franz meldete sich sofort. „Ich möchte diese Aktion leiten. Und ich möchte Henri dabei haben."

Heinrich stockte. „Warum ihn?"

„Weil er besser mit mir kompatibel ist als du", antwortete Franz ruhig. „Außerdem hätte ich gerne Marie dabei."

Marie seufzte. „Franz, Paul und ich wären lieber nicht die letzte Wahl. Wir haben selbst noch Dringendes zu erledigen."

„Na gut", sagte Franz. „Aber wir brauchen noch jemanden mit Intelligenz und Instinkt."

Henri hob die Hand. „Ich habe einen Vorschlag."

„Nein", unterbrach Heinrich. „Er ist nur ein Mensch."

Henri blieb standhaft. „Vater. Er verdient es. Und er ist genau das, was wir brauchen."

Heinrich seufzte schwer. „Von mir aus. Aber ich werde nicht trauern, wenn er stirbt."

Henri sah Franz hoffnungsvoll an.

Franz grinste. „Wir nehmen ihn – wenn du ihm so sehr vertraust."

Die Versammlung löste sich auf. Jeder ging seines Weges.

Henri schickte die Tonaufnahme an Ben.

Ben war sofort Feuer und Flamme.

Drei Tage später standen Franz, Henri, Ben und Heinrich gemeinsam im Schloss und besprachen die Mission.

„Also", begann Heinrich und verschränkte die Arme, „wir nutzen den Fabula Mediocris Iter Labe, um in das Märchen des ehrlichen Holzfällers zu reisen. Richtig?"

Alle nickten.

Ben zögerte. „Ich habe da noch eine Frage. Könnte man nicht auch einfach in die Vergangenheit reisen?"

Heinrich lachte genervt, beinahe überheblich.

„Nein. Man kann ausschließlich in Märchen reisen."

Ben runzelte die Stirn. „Aber was ist der Unterschied zwischen einem Märchen und der Vergangenheit?"

Heinrich seufzte. „Normalerweise würde Henri dir das erklären, aber ich mache es kurz: Märchen existieren nur, weil ihr Menschen an sie glaubt. Wir existieren nur wegen dieses Glaubens. Damit wir existieren können, musste zuerst das Märchen existieren. Und genau dorthin reist ihr jetzt."

„Ah… okay", sagte Ben langsam.

Henri meldete sich. „Können wir das Märchen selbst noch einmal durchgehen?"

Franz nickte und trat vor.

„Mein Vorfahre Benedikt war Holzfäller. Eines Tages verlor er unachtsam seine Axt im Fluss. Hermes erschien und bot ihm zunächst wertvollere Äxte an. Doch Benedikt war ehrlich und sagte, keine davon gehöre ihm."

Franz atmete tief durch.

„Zur Belohnung schenkte Hermes ihm alle drei: die eiserne Axt, eine aus purem Gold und eine aus reinem Diamant. Alles, was danach geschieht, ist irrelevant – solange dieser Moment genauso abläuft."

Ben und Henri nickten.

„Gut", sagte Heinrich und stellte den Fabula Mediocris Iter Labe auf den Tisch. Ein kleiner, leuchtend blauer Kristall. Daneben platzierte er ein Buch mit der Aufschrift Äsops Märchen.

„Ihr müsst die Geschichte aufrechterhalten. Ihr dürft mit Benedikt sprechen, wenn es nötig ist – aber kein Wort über die Zukunft. Und kein Wort darüber, dass du sein Nachfahre bist, Franz."

Alle nickt

en.

Sie legten ihre Hände auf den Kristall. Franz legte zusätzlich seine Hand auf die Buchseite und sprach leise:

Η ιστορία του έντιμου ξυλοκόπου.